Frauen sitzen neben ihren Nothilfe-Paketen

Wie wir in der Dürre helfen

Soforthilfe bei Katastrophen

Die Vegetation ist verdorrt, die Erde nackt. Böen wirbeln den roten Staub auf, zerren an den runden Behausungen, die die Menschen aus Zweigen, Lumpen und Plastikplanen zusammengebunden haben. Viele Männer sind noch in den Weiten der Savanne unterwegs, auf der Suche nach Gras und Wasser für die letzten überlebenden Tiere.

Das ist die Lage der Borena-Hirten im Jahr 2022. Sie hat die schlimmste Dürre seit vierzig Jahren am Horn von Afrika schwer getroffen: Die meisten Ziegen, Kühe und Kamele der Familien sind verhungert und verdurstet. Die Menschen haben bislang überlebt, weil sie das Wenige, das sie noch haben, teilen, wie es die Tradition der Nomadenvölker will.

Der Klimawandel verstärkt die Trockenzeiten in Ostafrika. Besonders betroffen sind nomadisch lebende Hirtenfamilien. Ihr Vieh verhungert und verdurstet. Deshalb leiden auch die Menschen Not. Gerade die Gesundheit und Entwicklung der kleinen Kinder sind gefährdet.

Unsere Zusammenarbeit mit lokalen Partnern ist eingespielt, die Abstimmungen gehen schnell vonstatten, deshalb konnten wir als erstes Schweizer Hilfswerk die Nothilfe kurzfristig ins Katastrophengebiet bringen, bis die äthiopische Regierung mit Hilfe grosser internationaler Geber die Versorgung der Bevölkerung ab 2023 übernahm.

Dies ist nur ein Beispiel für unsere Nothilfe bei Krisen und Katastrophen. Weitere Aktionen führten wir in den vergangenen Jahren für Binnenflüchtlinge im Tigray-Krieg und für Flutopfer durch. Im Sepeterm 2025 standen wir in unserem Projektgebiet Raphe den Leidtragenden eines grossen Erdrutsches bei.

Nach tagelangen Regenfällen gerieten Hänge ins Rutschen. Schlamm und Geröll begruben Felder, Wege und Häuser. Neun Menschen starben. 476 Familien verloren ihr Zuhause. Rund 2200 Menschen suchen Zuflucht in Schulen und provisorischen Unterkünften. Über aufgeweichte Erdpisten transportierten Lastwagen Anfang 33 Tonnen Maismehl und Wolldecken in fünf betroffene Gemeinden.

Nothilfe für Hirtenfamilien in Borena

Unsere Erfolge im vergangenen Jahr

Hunger vermeiden

Icon: Kind neben leerem Teller
476 Familien mit 2200 Menschen wurden mit Lebensmittellieferungen vor Hunger bewahrt

Nothilfe-Pakete

Icon: Nothilfe-Paket
Verteilung von 33 Tonnen Maismehl und Wolldecken

Lobbyarbeit

Icon: Frau spricht in ein Megaphon
Medienmitteilungen sensibilisieren die Öffentlichkeit für die Not der Hirtenfamilien

Projektberichte zum Thema Nothilfe