«Wir sind stark!»
Stofflappen statt Monatsbinden. Arbeit von früh bis spät. Mit 15 Jahren verheiratet: Mädchenleben in Äthiopien. Was können wir für mehr Gerechtigkeit und Gleichberechtigung tun?
Wir sorgen dafür, dass an den Schulen «Girls Clubs» gegründet werden, die von engagierten Lehrerinnen geleitet werden. Dort lernen Mädchen ihre Rechte kennen, sich zu wehren und für ihre Zukunft zu kämpfen.
Ein Beispiel für ihre Benachteiligung ist ein Thema, das alle betrifft: ihre Tage. Ein Tabuthema, über das niemand spricht. Die Mädchen haben kein Geld für Monatsbinden. Sie fühlen sich unsicher und bleiben zu Hause. Sie verpassen Unterricht, verlieren den Anschluss, manche brechen die Schule ab. Wer nicht mehr zur Schule geht, gilt als bereit für die Ehe.
Die «Girls Clubs» klären auf. Die Mädchen sprechen offen über ihren Körper. Vertrauenslehrerinnen geben ihnen Binden, damit sie auch während ihrer Tage im Unterricht bleiben können. «Wir Mädchen schämen uns nicht mehr», sagt die 14-jährige Derartu. Sie ist heute die Beste ihrer Klasse. «Ich will Ärztin werden.»