«Das Land braucht eine Zukunft»
In Hambela Wamena, tief im Süden Äthiopiens, gibt es keine Industrie und so gut wie keinen Dienstleistungssektor. Fast die gesamte Bevölkerung ist von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft abhängig – und die meisten Familien haben nicht genug zu essen. Was können wir tun?
Erstens: Wir schulen die Bevölkerung, zeigen ihnen, wie sie mehr aus ihrem Land herausholen können. Zweitens: Wir sorgen für landwirtschaftliche Inputs. Besseres Saatgut, Mineraldünger, leistungsfähiges Vieh. Und wir sorgen für Startkapital, damit die Kleinbauern in ihre winzigen Höfe investieren können – und sich eine eigene Existenz aufbauen können. So sorgen wir für eine Zukunft von 3600 Familien. Vier davon stellen wir vor.
Ausserdem im Heft: Zinash kauft Schafe und kocht aus Fleisch und Knochen eine Suppe. In ihrem Haus an der Strasse serviert die Witwe die Brühe. Ein Schaf für die Suppe kostet umgerechnet 56 Franken. Für Zinash ist das sehr viel Geld. Sie muss diese Summe leihen, bei privaten Verleihern. Diese verlangen fünf Prozent Zins – pro Tag! Wie kann sie sich aus dieser Armutsfalle befreien?