Krankheit stürzte die Familie von Nigatu Shibiru und seiner Frau Dukani Hotesa in grosse Not. Der Anbau von Kartoffeln bringt jetzt die Wende.
Die Ausgangslage:
Nigatu Shibiru und seine Frau Dukani Hotesa leben mit ihren Söhnen im Dorf Sike Bokosa. Die Familie hat nur ein winziges Stück Land, es ist nicht grösser als ein Viertel eines Fussballfelds. Sie hatten nie genug. Dann erkrankte Nigatu an Tuberkulose. «Ich hatte Angst, dass er stirbt», sagt Dukani. Die Behandlung war so teuer, dass sie ihren wichtigsten Besitz verkaufen mussten: zwei Packpferde, einen Ochsen, eine Milchkuh.
Wie wir helfen:
Menschen für Menschen unterstützt besonders arme Kleinbauern mit Beratung sowie mit Saatkartoffeln und Dünger auf Kredit. «Es geht wieder aufwärts», sagt Nigatu. «Dafür sind wir sehr dankbar!»
So wirkt die Hilfe:
Nigatu grub eine Tonne Kartoffeln aus seinem kleinen Land. Ein Fünftel legte er als Saatgut fürs neue Jahr zurück, ein weiteres Fünftel ass die Familie. Aber den Grossteil der Ernte verkaufte der Bauer auf dem Markt – und kaufte damit zwei Schafe – der erste Schritt zu eigenem Vieh. «Ich habe Erfahrung mit dem Mästen», sagt Nigatu. «Ich hoffe, nach der nächsten Ernte einen Ochsen kaufen zu können.» Irgendwann kommt dann ein besseres Haus. Noch lebt die Familie in einer Hütte mit Grasdach. «Aber das Allerwichtigste ist: Wir können jetzt unsere Kinder ernähren», sagt Dukani.
Kostbare Knolle
Kartoffeln sind in Hambela Wamena besonders wertvoll, weil sie auch auf kleiner Fläche hohe Erträge ermöglichen. Wir unterstützen 218 Familien mit Saatkartoffeln und Dünger auf Kredit sowie mit Schulungen zu Anbau, Lagerung und Vermarktung. Die Rückzahlungen fliessen an die Bauerngenossenschaft im Dorf zurück, damit weitere Familien mit neuen Mikrokrediten in ihre Existenz investieren können.