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07.07.2020

CO2 kompensieren, Armut bekämpfen

Zürich/Fogera, 07. Juli 2020 – Privatleute, Gemeinden und Unternehmen erhalten jetzt die Möglichkeit, armen Familien zu helfen und gleichzeitig ihren CO2-Ausstoss auszugleichen. Die Stiftung Menschen für Menschen will mit Klimakompensationen in Äthiopien rund eine Million Bäume pflanzen. Die Aufforstungen wirken nicht nur gegen die weltweite Klimaerwärmung. Sie verbessern auch die Lebensgrundlagen äthiopischer Kleinbauern.

 

In den vergangenen Monaten hat die Corona-Krise den Klimawandel aus der Berichterstattung in den Medien weitgehend verdrängt. Mit den Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen kommt die Reiselust bei vielen Schweizern zurück – und das Bewusstsein um die Gefahren der Klimaerwärmung. Zwar fliegen die Schweizer Bürger in diesem Jahr weniger und reisen mehr mit dem Auto. «Aber auch dabei entstehen schädliche Klimagase», sagt Kelsang Kone, Geschäftsführer von Menschen für Menschen (www.mfm.ch).

 

Die Autofahrt zur Arbeit, das Grillfest im Garten, die Heizung in der Wohnung: Wir produzieren unablässig klimaschädliche Gase. Manche sind nur schwer oder gar nicht zu vermeiden. «Unter den Folgen leiden vor allem diejenigen, die dazu am wenigsten beitragen: Die Menschen in den Ländern des Südens», sagt Kelsang Kone. «Dort sorgt das veränderte Klima bereits für Ernteausfälle. Bei Missernten leiden Familien Mangel und Hunger.»

 

Das neue Projekt im äthiopischen Bezirk Fogera sei deshalb ein Angebot, Verantwortung für den eigenen CO2-Ausstoss zu übernehmen. Menschen für Menschen pflanzt zusammen mit einheimischen Kleinbauern rund eine Million Bäume. Diese holen nicht nur Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Sondern verbessern gleichzeitig den Wasserhaushalt, schützen vor Erosion und dem Verlust von Mutterboden. So sorgen die Aufforstungen für bessere Ernten und fördern die Resilienz der armen Kleinbauern im Klimawandel: «Wer sich mit seinen CO2-Kompensationen in dem Projekt beteiligt, schützt also nicht nur das Klima, sondern sorgt aktiv für Entwicklung und Lebensperspektiven der äthiopischen Bevölkerung.»

 

Aufforstung auf einer Fläche von 550 Fussballfeldern

 

In Fogera im Nordwesten Äthiopiens ernten die Bauern nicht genug. Ihre Familien haben nur einige Monate im Jahr genug zu essen. Die Kinder sind durch Mangel und Hunger anfällig für Krankheiten. Die Menschen haben aus Not viele Bäume an Hängen abgeholzt, um Brennholz und neue Äcker zu gewinnen. Dies führt dazu, dass Mutterboden abgeschwemmt und der Grundwasser-Haushalt gestört wird. «Deshalb pflanzen wir nun unsere Baumsetzlinge gezielt an Hängen und in engen Tälern, Gräben und Rinnen», erklärt Kelsang Kone. «Ihre Wurzeln verhindern eine weitere Erosion und der Wasserhaushalt regeneriert sich.» Daneben werden die Bauern geschult, wie sie auf ihren kleinen Äckern und im Klimawandel möglichst gute Erträge erreichen. Insgesamt forstet Menschen für Menschen eine Fläche auf, die etwa der Grösse von 550 Fussballfeldern entspricht. 5400 Familien mit rund 32´000 Mitgliedern profitieren von dem jungen Wald.

 

Um eine Tonne CO2 aus der Atmosphäre zu holen, ist in Fogera die Pflanzung von 18 Bäumen notwendig. Für Privatleute, Gemeinden und Unternehmen in der Schweiz, die sich an dem Projekt beteiligen, kostet jede Tonne CO2-Kompensation 28 Franken.

 

Auf Wunsch stellt Menschen für Menschen einen Nachweis über die Kompensationsleistungen aus. Das Baumpflanz-Label der Stiftung können Unternehmen im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility-Massnahmen verwenden. «Das Besondere in dem Projekt ist, dass wir unsere Kernkompetenz der Armutsbekämpfung mit dem Klimaschutz kombinieren», sagt Kelsang Kone. «Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.»

 

Weitere Informationen zum Projekt und die direkte Möglichkeit zur Kompensation finden Sie hier.

 

Menschen für Menschen setzt sich gegen Armut und Hunger ein. Die Stiftung wurde von dem Schauspieler Karlheinz Böhm (1928 – 2014) gegründet. Im Geiste des Gründers schafft das Schweizer Hilfswerk Lebensperspektiven für die ärmsten Familien in Äthiopien. Ziel der Arbeit ist es, dass sie in ihrer Heimat menschenwürdig leben können. Schwerpunkte der einzelnen Projekte sind Frauenförderung, Berufsbildung, Mikrokredite, Kinderhilfe, Familienplanung und landwirtschaftliche Entwicklung. Die Komponenten werden nach den lokalen Bedürfnissen kombiniert und mit sorgfältig ausgewählten einheimischen Partnern umgesetzt.

 

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Menschen für Menschen

 

Medienkontakt:
Michael Kesselring, Kommunikation / Mediensprecher
m.kesselring@mfm.ch, Tel.: +41 (0)43 499 10 60

 

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