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Shewarobit – Wasser & Hygiene

Zukunftsperspektiven durch Wasser und Hygiene

Aktuelles

Projektinfos

  • Aktivitäten:
    – Gemeinschaftsduschen und -toiletten
    – Aufbau von Biogas betriebenen WASH-Cafés
    – Aufbau von Müllentsorgung und -verwertung
    – Sensiblisierungskampagnen für Hygiene
  • Zielgruppen: Kleinstadtbewohner, mittellose Frauen, Armutsprostituiere
  • Region: Shewarobit, Amhara
  • Partner: Emmanuel Development Association (EDA)
  • Laufzeit: 3 Jahre

Projekt Status

Projektbeschreibung

PROJEKTZIEL

Die schlimme Sanitärsituation wird mit innovativen Ansätzen verbessert. Gleichzeitig finden arme Menschen Verdienstmöglichkeiten – vor allem Prostituierte eine Alternative zu ihrem bisherigen Broterwerb. Unsere konkreten Ziele sind wie folgt:

  • Reduktion der durch mangelnde Hygiene hervorgerufenen Krankheitsfälle um 50 Prozent
  • Verringerung der Verschmutzung in den Stadtgebieten um 60 Prozent
  • Die Prostitution wird um 20 Prozent reduziert
  • Arbeitsmöglichkeiten für mindestens 200 junge Frauen und Männer
  • Der Verbrauch von Brennholz wird um 20 Prozent reduziert


MASSNAHMEN

  • Aufbau von Gemeinschaftstoiletten und -duschen
  • Errichtung und Organisation von mit Biogas betriebenen WASH-Cafés
  • Aufbau und Organisation einer funktionierenden Müllentsorgung und -verwertung

 

MfM CH Aethiopien Feb. 2015
MfM CH Aethiopien Feb. 2015
MfM CH Aethiopien Feb. 2015
MfM CH Aethiopien Feb. 2015
MfM CH Aethiopien Feb. 2015
MfM CH Aethiopien Feb. 2015
MfM CH Aethiopien Feb. 2015

DAS PROJEKT

Menschen für Menschen Schweiz verbessert die Situation mit innovativen WASH-Massnahmen (die Abkürzung steht für „Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene“). Die Stiftung errichtet in der 50’000-Einwohner-Stadt gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Gemeinschaftstoiletten für Hunderte von Familien: Gewöhnlich werden Anlagen mit zwölf Kabinen errichtet. Jeweils drei Familien teilen sich den Schlüssel zu einer Kabine.

In sogenannten WASH-Cafés können die Stadtbewohner und Durchreisende in dem Verkehrsknotenpunkt gegen eine kleine Gebühr Toiletten und Duschen benutzen. Abwässer werden in unterirdischen Tanks aufgefangen. Das dort entstehende Biogas wird für den Betrieb der angeschlossenen Restaurantküche verwendet.

Diese Restaurants werden von Frauenkooperativen betrieben. Damit wird das Sanitärprojekt gleichzeitig zu einer innovativen Massnahme der Frauen- und Wirtschaftsförderung. Vor allem ehemalige Prostituierte finden dort ein alternatives Einkommen.

Mittellose Einwohner, die keine andere Einkommensquelle haben, können sich in neuen Kooperativen organisieren, deren Ziel die Beseitigung bzw. Aufbereitung des Mülls ist: Aus dem Abfall sollen Briketts für die täglichen Kochfeuer hergestellt werden. Menschen für Menschen Schweiz und EDA unterstützen die Kooperativen mit betriebswirtschaftlichen und handwerklichen Kursen und dem notwendigen Arbeitsgerät.

Das Problem

In Shewarobit, einer Stadt mit etwa 50’000 Einwohnern, herrscht eine äusserst schlechte Sanitärsituation. 47 Prozent der Haushalte verfügen weder über Toiletten noch Latrinen. Tausende von Menschen erleichtern sich auf Brachflächen oder in der breiten Aue des Flusses, der durch die Stadt fliesst – dort, wo sich viele Einwohner mangels Alternativen auch waschen.

Es gibt keine städtische Müllabfuhr. Der Müll wird in den Gassen gesundheitsschädlich verbrannt oder auf wilden Kippen am Rande der Stadt abgelagert. Eine nicht ausreichende Sanitärversorgung führt zu vielen bakteriellen und viralen Infektionen und zum Befall mit Würmern und anderen Parasiten. Laut Gesundheitsbehörden geht rund die Hälfte der Krankheiten in der Stadt auf die schlechten hygienischen Umstände zurück.

In den engen Gassen drängen sich Lokale, deren Serviererinnen auch als Prostituierte arbeiten. Häufig bieten junge Frauen ihren Körper an, weil sie keine andere Möglichkeit haben, sich und ihre eigenen Kinder zu ernähren.

Projektinfos

  • Aktivitäten:
    – Gemeinschaftsduschen und -toiletten
    – Aufbau von Biogas betriebenen WASH-Cafés
    – Aufbau von Müllentsorgung und -verwertung
    – Sensiblisierungskampagnen für Hygiene
  • Zielgruppen: Kleinstadtbewohner, mittellose Frauen, Armutsprostituiere
  • Region: Shewarobit, Amhara
  • Partner: Emmanuel Development Association (EDA)
  • Laufzeit: 3 Jahre

Projekt Status