Zum Welternährungstag am 16. Oktober | Stiftung Menschen für Menschen
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13.10.2017

Zum Welternährungstag: Hunger und Flucht beenden!

Zürich, 13. Oktober 2017 – Millionen Menschen fliehen aus ihrer Heimat, um dem Hunger zu entkommen. Darauf weisen die Vereinten Nationen anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober hin. Dabei gibt es relativ einfache Lösungen, diese Migration aus Not zu beenden, wie die landwirtschaftlichen Projekte von Menschen für Menschen zeigen.

 

Eigentlich gibt es weltweit genug Nahrungsmittel. Trotzdem steigt die Zahl der Hungernden an: 815 Millionen Menschen waren 2016 unterernährt – 38 Millionen mehr als im Vorjahr. Armut und Hunger sind einer der Hauptgründe für die gestiegene Migration. „Die Welt ist in Bewegung. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges sind nicht mehr so viele Menschen gezwungen worden, ihre Heimat zu verlassen “, betont die FAO, die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober.

 

Im Jahre 2015 habe es insgesamt 244 Millionen internationale Flüchtlinge gegeben. Noch viel mehr, nämlich 763 Millionen Menschen, sind innerhalb ihres eigenen Landes geflohen. Die Gründe: Verstärkte gewaltsame Konflikte und der Klimawandel. Das Horn von Afrika wird verstärkt von Sturzregen einerseits und langen Dürren andererseits heimgesucht – Ernten fallen gering oder ganz aus, die Menschen ziehen in die Städte, um in ihren Dörfern nicht zu hungern.
„Rund 80 Prozent der extrem Armen auf der Welt leben in ländlichen Gebieten. Die meisten von ihnen sind von Landwirtschaft abhängig ”, erklärt die FAO. Für die Landbewohner, insbesondere für die Jugend, gelte es, „verbesserte Bedingungen zu schaffen, damit sie in ihrer Heimat bleiben können“.

 

Menschen für Menschen schafft solche Lösungen in Äthiopien, angepasst an die lokale Situation“, sagt Josefine Kamm, Geschäftsführerin des Schweizer Hilfswerks. Es sei wichtig, dabei nicht nach dem Giesskannenprinzip vorzugehen. „Wir analysieren die Lage vor Ort. So können wir bedarfsgerecht und mit relativ geringem Aufwand die Lage auf lange Sicht verbessern.“
In den Landdistrikten Abaya und Gelana beispielsweise organisiert Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe junge Arbeitslose in Kooperativen. Sie lernen Kaffeesetzlinge in Pflanzschulen aufzuziehen. Das Einkommen aus dem Verkauf der Setzlinge verhindert, dass die jungen Leute in die Slums der Städte abwandern.

 

Teils ist der Hunger auch sozialen Problemen geschuldet. Die ärmsten Bauern sind gesellschaftlich schwer benachteiligt. Sie bekommen bei den Banken keine Kredite. „Ihr Saatgut müssen sie sich zu unverschämten Bedingungen bei wohlhabenden Familien leihen“, erklärt Josefine Kamm. Im Gegenzug zum Erhalt des Saatguts müssen sie sich verpflichten, die Hälfte der Ernte abzugeben: „Das ist eine Hungerfalle, aus der sie sich ohne Hilfe von aussen nicht befreien können.“ Menschen für Menschen stellt den Familien Saatgut zur Verfügung: „Mit diesem relativ kleinen Einsatz können wir sicherstellen, dass die gesamte Ernte bei den armen Kleinbauern bleibt.“

 

Aufgrund der althergebrachten unproduktiven Methoden und der kleinen Felder haben die meisten Familien die Hälfte des Jahres nicht genug zu essen – Eltern und Kinder können sich teilweise über Monate nur zwei Mahlzeiten oder gar nur eine Mahlzeit am Tag leisten. Deshalb fördert Menschen für Menschen produktive Mischkulturen. Auf den Feldern werden gleichzeitig Mais und Bohnen angebaut. Die Bohnen bewahren den Boden vor Auslaugung, weil sie dafür sorgen, dass Stickstoff aus der Luft im Boden angereichert wird. Dadurch wächst auch der Mais besser, und die Bauern müssen nicht so viel Dünger einsetzen. Die früher reifen und sehr proteinreichen Bohnen vermeiden Nahrungsmangel in den Familien, bis auch der Mais geerntet werden kann.

 

„Es ist nicht schwer, die Produktivität zu erhöhen“, erklärt Josefine Kamm. Mit 80 Franken kön-nen einer Familie Mais-und Bohnensaaten und Dünger zur Verfügung gestellt werden: „Solche einfachen Massnahmen verhindern Landflucht und sichern die gesunde Entwicklung der Kinder.“

 

Menschen für Menschen setzt sich gegen Armut und Hunger ein. Die Stiftung wurde von dem Schauspieler Karlheinz Böhm (1928 – 2014) gegründet. Im Geiste des Gründers schafft das Schweizer Hilfswerk Lebensperspektiven für die ärmsten Familien in Äthiopien. Ziel der Arbeit ist es, dass sie in ihrer Heimat menschenwürdig leben können.

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