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Neujahr in Äthiopien: Frohes neues 2011!

«Ein frohes neues Jahr!» So begrüssten sich die Menschen in Äthiopien am 11. September, dem äthiopischen Neujahrsfest «Enkutatash».

Äthiopisches Neujahr

Gras und Blumen werden in die Hütten getragen, um den Boden damit auszulegen.

 

Die Böden der Häuser werden mit frischem Gras ausgelegt, die Frauen rösten Kaffeebohnen, Honigwein wird gereicht und die Familienmitglieder füttern einander gegenseitig mit den besten Bissen, um ihre Liebe zu zeigen: So läuten die Menschen das Jahr 2011 ein. Äthiopien hat nämlich eine eigene Zeitrechnung, die unserem gregorianischen Kalender um sieben Jahre und acht Monate hinterherläuft. Das Neujahrsfest fällt auf das Ende der Regenzeit, vielerorts überzieht ein leuchtend gelber Teppich aus Wiesenblüten Berge und Täler: Die «Meskel-Blumen» sind für die Einheimischen das Symbol für diese Zeit des Aufbruchs.

 

Traditionell erhalten die Kinder neue Kleidung. Deshalb ist das Fest für arme Familien, die kein Geld für neue Sachen haben, auch mit Schmerz verbunden. Viele Eltern sparen sich das Essen vom Mund ab, um ihren Kindern wenigstens ein T-Shirt zum Anziehen kaufen zu können.

Menschen für Menschen unterstützt die Kinder und Familien in Äthiopien. In Debre Berhan zum Beispiel verbessern wir die Lebensbedingungen von 1’000 Kindern aus den ärmsten Familien in der Stadt.