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Corona-Überlebenspakete für die Schwächsten

Mutter mit Kind auf engstem Raum

Mutter mit Kleinkind im Slum: So beengt leben die Familien, die unsere Nothilfe erhalten.

In Afrika bringt Corona Kleinkinder in Lebensgefahr – selbst wenn das Virus sie verschont. Denn die Krise verschärft Mangel und Hunger in den ärmsten Familien. «Die Kinder brauchen jetzt dringend Nothilfe-Pakete», sagt Dr. Martin Grunder, Projektkoordinator von  Menschen für Menschen in Äthiopien.

In den Armenvierteln von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba sind manche Kinder so schwach, dass ihre Beine sie nicht tragen. «Ihre Ärmchen haben teils einen Umfang von nur neun Zentimetern – das bedeutet akute Unterernährung», berichtet Projektkoordinator Dr. Martin Grunder. «Die Corona- Krise verschärft die Lage. Ihre meist alleinerziehenden Mütter haben nun gar kein Einkommen mehr.»

Gewöhnlich schlagen sich die ärmsten Mütter als Wäscherinnen durch. Manche prostituieren sich, um ihre Kinder zu ernähren. Viele betteln vor Kirchen. Doch nun hat die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen und die Kirchen sind geschlossen. Die Menschen schränken ihre Kontakte ein und die Mütter bekommen keine Aufträge mehr zum Wäschewaschen. «Sie sind jetzt ganz auf sich allein gestellt», berichtet Dr. Grunder vor Ort in den Slums in Äthiopien. «Deshalb brauchen sie dringend Nothilfe.»

Monatliches Nothilfe-Paket

Als Sofortmassnahme erhalten in Addis Abeba 157 Mütter ein monatliches Paket mit zehn Kilogramm Weizenmehl, sechs Kilogramm Teigwaren, zwei Liter Speiseöl und Seife. Ausserdem im Paket sind fünf Kilogramm Famix, eine proteinreiche Mais-Soja-Mischung mit Vitaminen und Mineralien speziell für unterernährte Kleinkinder. Zusätzlich werden die Mütter über die Übertragung von Covid-19 geschult und wie sie sich und ihre Kinder davor schützen können.

Verteilung von Lebensmitteln in Äthiopien

Ausgabe von Nahrungsmitteln an arme Mütter.

Die Nothilfe in Äthiopiens Hauptstadt ist eine kurzfristige Erweiterung eines ständig laufenden Ernährungsprogramms von  Menschen für Menschen: Gewöhnlich bekommen bedürftige Mütter für ihre Kleinkinder Monatsrationen an eiweissreicher Zusatznahrung. Bei wöchentlichen Gemeinschaftsessen erhalten sie Unterricht in Hygiene. Aufgrund von Covid-19 mussten diese Treffen ausgesetzt werden. Stattdessen organisieren die Helfer nun die Verteilung der Corona-Überlebenspakete für die ganze Familie in den Slums. Daneben bereitet Menschen für Menschen solche Überlebenspakete auch für die Stadt Debre Berhan vor, wo die Schweizer Stiftung eintausend Kinder aus den ärmsten Familien unterstützt.

Laut Statistik war bereits vor der Corona-Krise eines von vier äthiopischen Kindern unterernährt. Das bedeutet: Einjährige wiegen mehr als zwei Kilogramm weniger als normal, Zwei- und Dreijährige mehr als drei Kilogramm zu wenig. Zwölf von hundert Kleinkindern leiden an akuten Atemwegsinfektionen; eines von 18 Kindern in Äthiopien stirbt vor seinem fünften Geburtstag. «Unterernährung schwächt das Immunsystem der Kinder extrem», erklärt Martin Grunder. «Deshalb sind sie gerade jetzt in der Corona-Krise auf diese Lebensmittel-Pakete angewiesen.»


Grafik LebensmittelpaketUnser Nothilfe-Paket besteht aus:

  • 10 kg Weizenmehl
  • 5 kg Famix (proteinreiche Spezialnahrung für Kleinkinder)
  • 6 kg Teigwaren
  • 2 l Speiseöl
  • 5 Stück Seife

Lasst uns jetzt handeln!

Die Corona-Krise trifft die ärmsten Familien am härtesten. Sie brauchen jetzt Überlebenspakete mit Lebensmitteln und Spezialnahrung für unterernährte Kleinkinder.

Mit 70 Franken ermöglichen Sie Lebensmittelpakete, die zwei Familien einen Monat lang das Überleben sichern.

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