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Menschen für Menschen hat im Dorf Gende Demo ein Brunnen gebaut, die Bewohner freuen sich.

Ein Mitarbeiter holt Wasserproben um die Qualität des Wassers zu begutachten.

Die Bewohner müssen nun nicht mehr mit ihren Tieren aus derselben Quelle trinken.

Der Holz-Zaun um den Brunnen schützt das Wasser aus hygienischen Gründen vor Tieren.

Brunnenbau in Hagere Mariam

Am kleinen Dorf Gende Demo in Hageremariam Kesem führt die grosse Schnellstrasse von Addis Abeba vorbei. Die einzige Wasserquelle, die sich die Bewohner des Dorfes mit ihren Tieren teilen mussten, liegt auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Immer wieder kam es zu Unfällen, wenn die Frauen und Kinder mit schweren Kanistern beladen, die Strasse überqueren mussten. Deshalb wandten sich die Dorfältesten an Menschen für Menschen und baten um Unterstützung.


Experten der Stiftung stellten fest, dass das Bedürfnis nach einer Lösung definitiv vorhanden und Unterstützung nötig ist. Die Bewohner des Dorfes mussten daraufhin die Materialien zum Bau, sowie die Arbeitskräfte zur Verfügung stellen und ein Wasserkomitee gründen. Das Komitee besteht aus älteren Dorfbewohnern, die nun die Verantwortung für die Wasserversorgung tragen. Sie legen Regeln und Preise zum Bezug des Wassers und Konsequenzen bei Verstössen fest. Erst wenn diese Grundbedingungen erfüllt sind, beginnt der Techniker von Menschen für Menschen gemeinsam mit den Bewohnern einen geeigneten Standort für einen Brunnen zu finden.


Der eigentliche Bau beginnt mit dem Graben. Die Dorfbewohner heben unter Aufsicht des Experten ein Loch aus, das mit Zementröhren verstärkt wird. Wenn sie schliesslich das Wasser erreichen, wird dieses getestet und wenn es für sauber befunden wird, die Pumpe eingesetzt. Diese wird aus Deutschland importiert und ist sowohl robust, als auch sehr einfach zu handhaben. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Pumpe jahrzehntelang im Betrieb sein wird, ohne dass grössere Reparaturen notwendig werden.


Die Mitglieder des Wasserkomitees werden in der einfachen Wartung des Brunnens geschult und sie treiben das Geld für die Nutzung des Brunnens ein. Pauschal kostet die Nutzung des Brunnens für eine Familie 1 Birr pro Monat, das entspricht ca. 5 Rappen. Das Geld wird für einfache Unterhaltsarbeiten eingesetzt. Berhanu Zewde, der Sekretär des Wasserkomitees in Gende Demo, ist begeistert vom neuen Brunnen: „Früher mussten wir das Wasser aus der Quelle trinken, in der die Tiere ihr Geschäft verrichten – das war überhaupt nicht sicher. Viele von uns wurden krank. Nun haben sauberes Wasser direkt neben dem Dorf.“